Gumpenried bis Regensburg - Vereinsfahrt auf Regen und Naab
Das abendliche Feuerwehrfest im Örtchen Pirka am Höllensteinsee war schon mal ein zünftiger Empfang für die 13 weit angereisten KGWler. Im Bayrischen wollten wir uns diesmal umsehen, und mit Regen und Naab waren uns zwei ideale Ferienwanderflüsse angekündigt: sauberes Wasser, abwechslungsreiche Landschaft, spritzige Einlagen, gutes Bier in einladenden Gasthöfen. Über 150 km sollte die Gepäckfahrt gehen, von Gumpenried bis Regenstauf auf dem ersten, von Teublitz zur Donau bis Regensburg auf dem zweiten Fluss. Erstmals waren auch zwei Kinder mit von der Partie. Wildwasser I – II auf der ersten Etappe mit noch leeren Booten – das fing jedenfalls schon mal spannend an. Gepäck und Zelte blieben dazu auf „Mutter Katharinas“ Campingplatz. Am 2. Tag der Ernstfall: Gepäck, Zelte, Boote auf der Wiese – wird das jemals zusammen passen? Und schwimmen? Nach einigem hin und her: ja, aber tragen? – boah! „Felsriegel, Verblockung, Schwallstrecke, starke Strömung … “ und insgesamt an die 20 Wehre, so der Flussführer – wir waren gespannt!
Landschaftlich war uns nicht zu viel versprochen: Zügig abwärts durch ein kurvenreiches Tal, schroffe Felshänge mitunter, schöne Einblicke in die weite Berglandschaft, waldreiche Abschnitte in dünn besiedelter Gegend, imposante Klöster, einladende Städt-chen …. Auch die zahlreiche Zeltlager am Fluss bestätigten, dass dies ein beliebtes Feriengebiet ist, wo man noch im Fluss schwim-men kann und auch Fische sich wohl fühlen, soweit man dies aus der Zahl der Angler schließen kann.
Übernachtet wurde diesmal überwiegend im Zelt, denn Kanu-clubs sind auf dieser Strecke selten und der Vielzahl der Durchreisenden kaum gewachsen. Beim Essen hielten wir uns wieder an die örtliche Gastronomie, um den eigenen Aufwand zu begrenzen, das kulinarische Angebot der Gegend zu würdigen, dabei zumindest auch punktuell etwas vom Lande links und rechts des Flusses kennen zu lernen. und nicht zuletzt zwei Unterwegs-Geburtstage gemeinsam zu feiern.
Paddlerisch erwies sich die insoweit vergnügliche Fahrt tatsächlich auch als Reise mit besonderen Anforderungen: heftige Schwalls, wie wir sie hier nicht kennen, Wehre, deren Befahrbarkeit für uns Gepäckfahrer oft fraglich oder nicht gegeben war und immer die vage Befürchtung, auch unter unverdächtiger Oberfläche einem verborgenen Stein oder Felsen „aufzusitzen“. Bei mancher Umtrage ging es sprichwörtlich über Stock und Stein, mit kräftigen Farbspuren, die zeigten, dass nicht nur wir unser Tun damit hatten, und obwohl auf dem größten Teil der Strecke offizieller „Wasserwanderweg“ konnte man mancherorts Zweifel haben, ob Kanuten wie wir hier wirklich gern gesehen sind.
Weitere Bilder findet Ihr in der "Bildergalerie" unter Kanuwandern
Euer Heinrich.
Leiden 2009
Freitag, den 24. Juli 2009 um 18:47 Uhr
Am letzten Wochenende im Juni unternahmen wir zu sechst eine Tour in die Niederlande, um durch die Grachten der alten Universitätsstadt Leiden und auf der Seenlandschaft Kagerplasse zu paddeln. Leiden und die Kagerplasse liegen ca. 20 km nördlich von Den Haag in der Provinz Südholland.
Die Anreise war am Freitag und wir campten mit Zelt oder Wohnwagen auf dem Campingplatz Spijkerboor direkt an der Kagerplasse. Am Samstag morgen ging es direkt vom Zeltplatz aufs Wasser und gen Leiden. Zwar war die Orientierung durch die vielen Wasserarme und die vielen Inseln manchmal etwas mühselig, aber netterweise war der Weg auch für Wasserfahrer hervorragend ausgeschildert.
Durch die Vororte ging es direkt durch Kanäle und Grachten bis ins Zentrum. Die Innenstadt von Leiden ist von einem Grachtenring umschlossen, den wir auch als Erstes befuhren. Dabei konnten wir vom Wasser aus einiges entdecken, die Universität, den Botanischen Garten, zahlreiche Parks und Museen und wenn wir wollten hätten wir auch durch einen Springbrunnen fahren können, wollten wir aber nicht, war ja noch Regen angekündigt.
Leiden ist die älteste Universitätsstadt der Niederlande, nach der Vertreibung der die Stadt belagernden Spanier im Achtzigjährigen Krieg bekam Leiden als Dank für den Mut während der Belagerung die erste Universität. Die Mitglieder der zur Königswürde betimmten niederländischen Königsfamilie studieren auch heute noch dort, und auch zahreiche Wissenshcaftler wirkten in Leiden, unter anderem auch Albert Einsstein, wie wir bei einem kurzen Ausflug zu Fuss zur "St. Petrikirche" erfuhren. Nach der Umrundung ging es für uns quer durch die Stadt und, wie wir abends feststellten, auch durch fast alle Grachten der Stadt. So konnten wir immer wieder schöne Patrizierhäuser bewundern und auch viele (Zug)-Brücken. Netterweise war genau am Tag unserer Fahrt das "Talentefest", bei dem auf zahlreichen Booten Musiker durch die Stadt fuhren und für Stimmung sorgten. Hatten wir tagsüber mal Wolken,mal sonnenschein und zwischendurch auch Regen, konnten wir abends, als wir nach dem Ende unserer Paddeltour mit dem Auto zum Essen in die Stadt fuhren, die Stadt auch im Nebel sehen, naja, soweit möglich.
Am Sonntag morgen starteten wir uns zu einer Paddeltour durch die zahlreiche Kanäle und Gräben über das Seengebiet der Kagerplassen. Daebi ging es auch unter etlichen sehr kleinen Brücken durch, wo wir alle den Kopf einziehen mußten. Die Gemeinde Kaager Brassem, in der die Kagerplassen liegen, ist Zweite unter den holländischen Gemienden mit den meisten Windmühlen, was auch alle paar Meter eindrucksvoll zu sehen war. Die Fahrt über die Kanäle und vor allem der Blick übers Land vom Wasser aus war immer wieder interessant, denn der Wasserspiegel der Kagerplassen ist höher als das umgebende Land, man fährt ein bißchen auf dem Deich. So konnten wir auf die Häuser "hinunterschauen" und beim Blick in die Ferne sah man immer wieder Boote und Schiffe übers Land fahren, sah aber kein Wasser. Ein mitunter fast surrealer Anblick.
Am Sonntag Nachmittag ging es dann nach einem wirklich schönen, erholsamen und eindruckreichen Wochenende wieder nach Hause, aber es wird bestimmt auch wieder weitere "Grachtenfahrten" geben.
Paddeln im De Biesbosch in den Niederlanden
Montag, den 08. Juni 2009 um 16:09 Uhr
Die Kanoverinigung Breda lud auch in diesem Jahr am Pfingstwochenende wieder zum "Internationale Biesboschtochten" ein, einem Treffen zum gemeinsamen Padeln von Kanuten aus den Niederlanden, Deutschland und Belgien. Ca. 70 Kanuten mit 50 Booten waren zusammengekommen und auch vom KGW waren 12 Paddelfreunde nach Hank gefahren. Auf dem dortigen Zeltplatz konnte das Lager aufgeschlagen werden und vom unweit entfernten Yachthafen starteten die Touren.
Der Samstag dient zum Einpaddeln auf einer 18 km-Strecke, auf der man das Biesbosch näher kennenlernen konnte. De Biesbosch, auf deutsch "Binsenwald" und auch als holländischer Dschungel bekannt, ist ein sehr ursprüngliches Gebiet am Zusammenfluß von Rhein und Maas. Es entstand erst vor relativ kurzer Zeit im 15. Jahrhundert nach einer Flutkatastrophe. Jahrelang war es vor allem von Binsen und Schilf bewachsen, später kamen auch Weiden dazu, die natürlich auch wirtschaftlich genutzt wurden. Der größte Teil des Biesbosch besteht heute aus Weidenflutwäldern und Weidengebüsch, das Gebiet dient nun vornehmlich als Nationalpark und zur Trinkwassergewinnung.Am Sonntag konnte zwischen zwei verschiedenen Touren gewählt werden, die sportliche Variante mit 40 km und die etwas entspanntere mit 22 km Länge. Der größte Teil und mit Ihnen auch die Kanuten vom vom KGW wählten die 22 km-Tour. Dabei ging es über breitere Wasserarme und schmale Kanäle, durch Schilf, die Bbergsche Maas wurde gekreuzt und teilweise fuhren wir durch reine Wildnis, in der keine Motorboot durchkam, da teilweise umgestürzte Bäume über den Bacharmen lagen, aus denen nur zentimeterbreite Durchfahrten herausgeschlagen waren. Das alles bot natürlich gute Gelegenheiten zur Naturbeobachtung, Enten, Taucher und Gänse in allen möglichen Varianten, aber auch ein Eisvogel wurde gesehen. Und auch einige Blumen der "Caltha palustris var. araneosa", einer Spielart der gelben Sumpfdotterblume, die sonst nirgends auf der Welt wächst. Am Sonntag gab es von der Kanoverinigung Breda noch eine große Tombola mit jeder Menge kleinen und größeren Preisen, bei der auch die KGW-ler einige Gewinne mit nach Hause nehmen durften. Montag morgen trafen wir uns dann wieder zu einer 16 km-Tour, die auf bekannten und neuen Kanälen entlang führte. Am Ufer waren viele Hollunderbüsche zu sehen, die teilweise kleine Wälder bildeten und in diesen Tagen gerade blühten, wodurch oft ein schöner Holunderduft die Luft durchzog. Auch Dank des herrlichen Frühsommerwetters hatten wir alle so ein paar schöne Kurzurlaubstage, bevor es am Montag nachmittag wieder ans Packen und an die Rückfahrt ging.
Informations und Diskussion am Donnerstag 26.02.2009 um 18 Uhr im Bootshaus K.G. Wanderfalke.
Liebe Paddelfreundinnen und Paddelfreunde,
unser schöner Sport gehört sicher nicht zu den besonders Gefahrgeneigten. Aber auch wir haben leider mit Risiken, Unfällen und Schadensereignissen zu tun. Die Sportversicherung, der wir als Verein im DKV angehören, steht uns gegebenenfalls zur Seite. Aber in welchen Fällen, unter welchen Voraussetzungen tut sie das wirklich? Was haben wir selbst zu beachten und zu tun? Was empfiehlt sich vielleicht zusätzlich? und sind wir u.U. persönlich haftbar?
Darüber informiert und diskutiert mit uns sachkundig ein Referent bzw. eine Referentin des Landessportbundes. Wir möchten auch andere Paddlerinnen und Paddler aus der Nähe herzlich dazu einladen.