Über die KGW

Unter dem Namen Kanugesellschaft Wanderfalke wurde unser Verein 1925 in Werden gegründet. Noch heute ist der Verein besonders in Essen-Werden verwurzelt, steht das Vereinsheim der KG Wanderfalke unter der Adresse "Im Löwental 11" an markanter Stelle direkt unterhalb der Konrad-Adenauer-Brücke an der Ruhr. Sowohl im Kanu-Rennsport als auch im Kanupolo machte sich der junge Verein in den 20er und 30er Jahren schnell einen Namen. Kanupolo ist heute das stärkste Standbein des Werdener Vereins mit zahlreichen Aktiven zwischen 6 und 50 Jahren.

In der Anfangszeit des Vereins wurde zunächst im Kanu-Rennsport spektakuläre Erfolge erzielt. So war der Weltmeisterschafts-Vierer von 1938 ein Wanderfalken-Boot. Und bei der Deutschen Meisterschaft 1949 im Kanu-Rennsport belegten die beiden Vierer-Kajaks der KG-Wanderfalke sogar Platz 1 und 2 ! An diese Erfolge konnte später noch einmal unsere Kanutin Barbara Schüttpelz anknüpfen: Seit dem 12. Lebensjahr in der Rennsportabteilung der KGW "aufgewachsen", holte die Ausnahme-Kanutin rund 30 Deutsche-Meister-Titel und krönte ihre sportliche Karriere bei der Olympiade 1984 in Los Angeles mit der Silbermedaille im Einerkajak und Bronze im Zweier. Danach trennte sich der Verein schweren Herzens von der Rennsport-Sparte und gründete zusammen mit anderen Vereinen die KGE als neues Leistungszentrum für den Spitzensport. Der aufwändige Rennsport war für den Verein einfach nicht mehr finanzierbar - eine Vernunftentscheidung, mit der letztlich auch die Weichen für den Aufstieg der Kanupolo-Abteilung gestellt wurde.

Im Kanupolo gehört Wanderfalke heute zu den besonders profilierten Bundesliga-Vereinen. Das Auf und Ab in der Tabelle, was für die KGW einerseits große Erfolge bis hin zum Deutschen Meister-Titel, daneben auch mal bittere Niederlagen bedeutet, hat hier über Jahrzehnte immer wieder für Hochspannung gesorgt. Jede Saison hat so einen neuen Reiz - alles im möglich, wenn Leistungsbereitschaft, Motivation und Teamgeist stimmen! Kanupolo beginnt bei uns mit den Bambinis - Jungen und Mädchen bis zu 10 Jahren, die sich spielerisch der anspruchsvollen Sportart annähern und bei den ersten Übungen im Boot nach und nach die Scheu vor dem Wasser verlieren. Über die Schülermannschaften, Jugend und Junioren geht es weiter bis zu den Bundesliga-Leistungsklassen.

Wer nicht so hoch hinaus will oder lieber Wasser und Natur genießt, ist in der Wanderfahrer-Gruppe richtig: Hier wird - außer Wildwasser - praktisch alles gepaddelt, was sich paddeln lässt - von der heimatlichen Ruhr direkt vor der Haustür über große und kleinere Flüsse wie Rhein, Weser, Wupper, Lippe und Sieg bis hin zu den Seen in Mecklenburg und Masuren und - dem Wattenmeer. Wer einsteigen will, braucht nicht unbedingt ein eigenes Boot. Eine Auswahl an Vereinsbooten - Kajaks und Canadiern - steht den Mitgliedern zu Verfügung.

Auch im Winter wird gepaddelt. Das ist kein "Muss", aber ein "Kann", für das sich immer Gleichgesinnte finden. Wer lieber in der kalten Jahreszeit aussetzt, kann sich in der Walkinggruppe oder mit dem Sportabzeichen fit halten. Geselligkeit hat ihren Platz an jedem Donnerstag - da ist bei Wanderfalke Vereinsabend und die Aktiven treffen sich im Vereinsheim zum Austausch, um die nächste Tour zu besprechen oder einfach so zum Klönen.